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Antworten von Bündnis 90/DIE GRÜNEN - GAL Hamburg zu den Wahlprüfsteinen4.02.2008 Für uns GRÜNE ist der respektvolle und fördernde Umgang mit Schwulen und Lesben integraler Bestandteil unserer Politik. Wann immer wir regieren, erweitern wir Rechte, fördern wir Akzeptanz, ermuntern zur Sichtbarkeit, geben der Community Raum und wehren Ausgrenzung ab. Mit Farid Müller haben wir GRÜNE in Hamburg einen aktiven Garanten für die Durchsetzung lesbisch-schwuler Interessen. Als einzige Partei bieten wir sowohl für die Schwulen- und Lesbenpolitik, als auch für die Bekämpfung von HIV und AIDS eigene Kapitel in unserem Wahlprogramm an. Wir wünschen uns ein Hamburg, in dem die Teilhabe an allen Bereichen des Lebens gerade auch Lesben und Schwulen ermöglicht wird.
Antwort der GAL: Wir sind, gemeinsam mit dem LSVD und anderen Verbänden, die politischen Initiatoren der Lebenspartnerschaft. Dabei lassen wir uns stets von dem Grundsatz: „Gleiche Rechte – gleiche Pflichten“ lenken. Deswegen muss die Lebenspartnerschaft umfassend mit der Ehe gleichgestellt werden. Dies gilt auch im Landesrecht. Konkret bedeutet dies, dass wir uns mit einem Antrag schnellstmöglich, wie wir das in Bremen getan haben, für die Beseitigung der noch bestehenden Ungleichbehandlung einsetzen werden. Außerdem sprechen wir uns für eine Generalklausel aus, mit der im Hamburger Landesrecht die Gleichstellung besorgt wird. Auf der Bundesebene fordern wir die Öffnung der Ehe. Diese Forderung wollen wir mit einer Bundesratsinitiative auf die politische Tagesordnung in Berlin setzen.
Frage: Welche Maßnahmen werden Sie zur Stärkung der schwul-lesbischen Selbsthilfestrukturen ergreifen? Sind Sie bereit, die Kürzungen bei Projekten im Bereich der HIV/AIDS Prävention zurückzunehmen? Welche Notwendigkeiten zu Unterstützung von schwul-lesbischen Projekten sehen Sie darüber hinaus?
Frage: Sind sie bereit, Ihren Respekt gegenüber den Leistungen und der Bedeutung der schwul-lesbischen Community auch im Rahmen der Ihrer Partei zustehenden Ämter und Verantwortlichkeiten deutlich zu machen? Wird Ihre Partei dafür Sorge tragen, dass die Stadtverantwortlichen Schirmherrschaft/frauschaft etwa für CSD-Paraden oder schwul-lesbische Kulturevents übernehmen?
Frage: Planen Sie Maßnahmen oder Kampagnen zur Unterstützung und zum Ausbau der Antidiskriminierungskultur? Werden Sie sich im Bundesrat für ein Verbandsklagerecht für Antidiskriminierungsverbände zur Durchsetzung der Rechte von Betroffenen einsetzen? Befürworten Sie die Einrichtung eines Referates für gleichgeschlechtliche Lebensformen? Antwort der GAL: Wir GRÜNE haben das Antidiskriminierungsgesetz mit auf den Weg gebracht. Für Hamburg fordern wir die Einrichtung einer Landesstelle für Gleichstellung und gegen Antidiskriminierung. Mit unserem Aktionsprogramm für Akzeptanz wollen wir in einer Öffentlichkeitskampagne für Respekt werben. Unter Grüner Regierungsbeteiligung wurde das von der CDU abgeschaffte Senatsamt für die Gleichstellung eingerichtet. Wir setzen uns für eine adäquate Berücksichtigung der Gleichstellungspolitik im Senat ein.
Frage: Sind Sie bereit, sich dafür einzusetzen, dass für Lebenspartnerschaften im Rahmen der Gebührenregelungen im Rundfunkstaatsvertrag dieselben Regelungen gelten wie für Ehepaare? Welche konkreten Schritte beabsichtigen Sie zu unternehmen? Antwort der GAL: Wie alle anderen Ungleichbehandlungen wollen wir auch die Diskriminierung bei den Rundfunk- und Fernsehgebühren beenden. Dazu haben wir bereits einen entsprechenden Antrag eingebracht. Wir werden die derzeit laufenden Verhandlungen nutzen, um dieses Anliegen erneut durchzusetzen versuchen.
Frage: Planen Sie Maßnahmen zur Enttabuisierung von Homosexualität in Migrations-Communitys? Werden Sie Unterstützungsangebote für Lesben und Schwule mit Migrations- oder Aussiedlerhintergrund einrichten?
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